Virtuelles Austausch-Treffen an Dublin City University

Es war unserem Projektpartner eine Ehre, am Dienstag, den 4. Dezember, im Rahmen des COPE-Projekts ihre Arbeit an der Dublin City University (DCU) auf dem virtuellen Austausch-Zyklus vorzustellen. Die DCU begrüßte über 28 Teilnehmende an der virtuellen Sitzung, darunter Künstler*innen, Fachleute aus dem Gesundheitswesen, Interessenvertreter*innen und Projektpartner*innen.  Es handelt sich um eine von fünf Sitzungen, die von den Organisationen der Partnerländer abgehalten werden. Das Thema dieser Sitzung, „Entdecke dein lokales Umfeld durch Kunst“, untersuchte das von der DCU angebotene Kulturprogramm mit dem Titel „Building Stories“. Die Präsentation befasste sich auch mit der aktuellen Landschaft der Verschreibung sozialer Rezepte in Irland, mit der Reaktion der DCU auf das Projekt und mit Beiträgen von Dr. Tara Byrne, Age and Opportunity, Catherine Conway, einer COPE-Teilnehmerin, und Susan Leen, Künstlerin an der DCU.

Christine O’Kelly, Koordinatorin für Altersfreundlichkeit an der DCU, gab einen umfassenden Überblick über die Umsetzung von sozialen Verschreibungen in Irland und darüber, wie das Projekt „Kultur auf Rezept“ kulturelle Möglichkeiten nutze, um dieses Verfahren weiter zu verbreiten. Die Teilnehmenden berichteten, dass sie sich bei diesen Angeboten wohl fühlten, sich auf etwas freuen konnten, neue Freunde fanden und neue Fähigkeiten entwickelten.  DCU erstellte auch ein Kompendium mit bewährten Praktiken für Kommunen im Bereich der sozialen Verschreibung vor.

Age and Opportunity ist eine nationale Organisation, die wichtige Sport- und Kulturprogramme zur Förderung eines positiven und aktiven Alterns leitet. Sie hat Ressourcen für die Durchführung von Sportprogrammen, Kunst in Pflegeeinrichtungen, ein Toolkit für Künstler*innen, Unterstützungsprogramme und den Austausch von Künstler*innen in der Pflege entwickelt. Gastrednerin Dr. Tara Byrne, Arts Programme Manager bei Age and Opportunity und künstlerische Leiterin des Bealtaine Festival, stellte mehrere Initiativen vor, die Age and Opportunity entwickelt hat. Diese Materialien können kostenlos heruntergeladen werden.

Die DCU-Künstlerin Susan Leen, Kunstvermittlerin im COPE-Projekt, teilte ihr Wissen und ihre Erfahrung bei der Durchführung des Workshops „Building Stories“, der kulturellen Aktivität, die von der DCU im Rahmen von COPE angeboten wurde. „Building Stories“ ermöglichte es den Teilnehmenden, verschiedene Drucktechniken über Orte von besonderer und persönlicher Bedeutung zu erlernen.  Wir erfuhren, wie die Aktivität den Teilnehmenden dabei half, ihre emotionalen Geschichten zu artikulieren und zu teilen. Wir erfuhren auch, wie wichtig es ist, den Ort des Workshops, sein Ambiente und die angebotenen Einrichtungen sowie seine Lage und Zugänglichkeit zu berücksichtigen. Auch die praktische Nutzung von Werkzeugen und Materialien für die Teilnahme am Workshop war ein wichtiger Aspekt.  Susan wies auch darauf hin, dass man wissen müsse, wie man die Teilnehmenden, die oft emotionale und lebensverändernde Erfahrungen gemacht haben, unterstützen könne, indem man ihnen Informationen darüber gebe, wie man sie an geeignete Dienste verweisen könne. Andere Vorteile des Workshops wiederholten die Erkenntnisse anderer Partner*innen aus früheren Zyklen, wie z. B. neue Freund*innen zu finden, ein Gefühl der Zielstrebigkeit zu haben, neue Fähigkeiten zu erlernen und die Anerkennung ihrer Leistungen durch ein Teilnahmezertifikat.  Die Workshop-Teilnehmerin Catherine Conway bestätigte dies mit den Worten: „Ich kann nur empfehlen, das Drucken auszuprobieren, denn es hat mir geholfen, einige schöne Arbeiten zu produzieren und auch der soziale Aspekt ist wichtig. Es ist ein lohnendes Projekt und ich habe einige neue Freunde gefunden!“

Aus nationaler, kultureller und sozialer Sicht erlebt jede*r von uns das Altern anders. Auch wenn soziale Verschreibungen und kulturelle Aktivitäten in Irland sowohl in der Politik als auch in der Praxis gut entwickelt sind, haben sie viel von unseren europäischen Partner*innen gelernt. Es ist ihnen eine große Ehre, mit unseren Partner*innen an diesem wichtigen Projekt zu arbeiten, das so viel bewirken kann. Der virtuelle Austausch-Zyklus ist eine wunderbare Plattform für den Informationsaustausch und alle Partner*innen und Teilnehmenden haben aufschlussreiche Informationen und Beweise geliefert, die die Möglichkeit künftiger Entwicklungen in diesem Bereich zur Bekämpfung von Einsamkeit, Isolation und psychischen Erkrankungen, die in unserer Gesellschaft seit COVID noch weit verbreitet sind, anregen.

Nehmen Sie an der nächsten Austauschrunde teil, die im Januar in Rumänien stattfindet. Registrieren Sie sich hier!